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Ein sattes Grün, akkurat geschnitten, davon träumen nicht nur Kleingärtner, sondern auch Fußballfans. Doch ein zarter Zierrasen würde in einem Fußballstadion nicht lange überleben. Rasen ist eben nicht gleich Rasen.

Rasen läßt Blumen keine Chance

Grundsätzlich ist der Rasen ist eine Gräsergemeinschaft. Ein Rasen besteht möglichst ausschließlich aus Gräsern, das unterscheidet ihn von einer Wiese, auf der auch Kräuter, Stauden und Blumen gedeihen. Die haben auf einer Rasenfläche keine Chance, denn der Rasen wird regelmäßig gemäht. Das geht nur, weil der Vegetationspunkt der Rasengräser knapp über dem Boden liegt. Von da aus wächst der Rasen nach – darum schadet ihm das regelmäßige Schneiden nicht, sondern nützt ihm eher, denn es regt den Wurzelwuchs an und kräftigt damit die Pflanze. Alles, was höher wächst oder gar eine Blühte braucht, um sich zu vermehren, hat also auf einem Rasen keine Chance. Je nach Ansprüchen an den Rasen, gibt es spezielles Saatgut für die verschiedenen Rasentypen wie Schattenrasen, Spiel- und Sportrasen oder Landschaftsrasen.

Die Rasenkultur kommt von der Insel

Bereits im Mittelalter wurde der Rasen in Europa bei der Gartengestaltung berücksichtigt. Natürlich waren die Engländer bei der Kultivierung des Rasens Vorreiter – noch heute ist der englische Rasen der Inbegriff eines idealen Rasens:

Englischer Rasen:

– dicht gewachsene Halme
– exakte, gleichmäßige Schnitthöhe von 3-4 cm
– durchgängig gleiche sattgrüne Farbe
– ein starker Wurzelwuchs in die Tiefe

Das sich unser Idealbild einer Rasenfläche in England entwickelt hat, ist kein Wunder, denn England hat optimale Wetterbedingungen

– es ist dort relativ mild
– es regnet viel und regelmäßig
– es gibt kaum strenge Winter mit langen Frostperioden
– das ganze Jahr über herrscht ein ausgeglichenes und in der Regel nicht zu warmes Klima

Das alles sind ideale Bedingungen für den Rasen, der erst ab 15 Grad Bodentemperatur zu keimen beginnt.

Rasen und Fußball – auf die Talente kommt es an

Schon im alten England diente der Rasen nicht nur dekorativen Zwecken, sondern auch dem spielerischen Zeitvertreib. Wie ein Sportler, so muss auch der Rasen hart im Nehmen und schnell wieder obenauf sein. Darum werden für den Sportrasen ganz spezielle Mischungen verwendet. Jeder Sportrasen enthält Weidelgräser, sie bringen die satte Farbe. Zusätzlich sind Schwingelgräser mit von der Partie, die sich schnell regenerieren und einen festen Teppich bilden. Das macht den Rasen widerstandsfähig auch bei Trockenperioden.

Diese Gräserarten werden für Rasensamenmischungen verwendet:
Weidelgras – Schaf- und Rotschwingel – Wiesen- und Lägerrispe – Rotes Straußgras und Flechtstraußgras  

Aber auch die Rasensaat für andere Rasentypen werden für die jeweilige Nutzung optimiert und aus verschiedenen Gräsersamen zusammengesetzt.
Während der Sport- und Spielrasen hohe Belastungen aushalten und sich schnell regenerieren muss, enthalten die Zierrasenmischungen feinere, langsam wachsende Gräser, die eine dichte Grasnarbe bilden.

Auch die Pflege muss an die Nutzung und die verwendete Rasensorte angepasst werden.

Eine Grundregel ist aber immer das Wässern! Wer seinen Rasen während des ganzen Sommers fit halten will, sollte unbedingt zweimal in der Woche mähen und das Grün ausreichend wässern.


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