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Morgens um halb zehn steht in der Kleingartenanlage „Am Ahrensfelder Berg“ die jährliche Gartenbegehung an, bei der besonders die kleingärtnerische Nutzung geprüft wird. Zusammen mit ihren Vorstandskollegen kontrolliert Brigitte Adam heute, ob die Kleingärten ihrer Kolonie den Vorschriften der Gartenordnung entsprechen.

Kleingärtnerische Nutzung als lästige Pflicht?

Vor allem die Pflicht zur kleingärtnerischen Nutzung ist immer wieder ein kritischer Punkt bei solch einer Begehung: Ein Drittel Obst und Gemüse, ein Drittel Blühpflanzen, der Rest ist Rasen, so will es die Vereinsordnung. Auch das Bundeskleingartengesetz formuliert etwas gestelzt, dass der Kleingarten neben der Erholung auch der ‚Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf‘ dienen soll. Auch wenn das Gemüse aus dem Supermarkt mittlerweile leider billiger ist als die selbst gezogenen Früchte, sollen die Kleingärten nicht zu reinen Erholungsgärten werden, denn damit würden sie ihren Sonderstatus verlieren – steigende Pachtgebühren wären zu befürchten. Andererseits fehlt vielen Kleingartenkolonien aber der Nachwuchs, weil gerade junge Familien, die von den Gartenvereinen dringend gesucht werden, die Pflicht zur kleingärtnerischen Nutzung eher als zusätzliche Belastung denn als Bereicherung sehen. Für sie soll das Leben im Kleingarten nicht nur Arbeit sein, sondern vor allem Spaß machen – und eben der Erholung dienen. Darum werden die strengen Vereinsvorschriften heute oft eher moderat umgesetzt – damit versuchen die Vereine, mehr junge Familien für das Vereinsleben im Kleingarten zu begeistern.

Beitragsserien: Kleingaertner
Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Liebe Kleingärtnerinnen und Kleingärtner,
    das Problem mit fehlenden jungen Pächtern hatten wir bis vor ca. 20 Jahren auch. Nach einem Vorstandswechsel 1999 wurde dieser unerfreuliche Zustand in Angriff genommen! Bei der Mitgliederversammlung wurde dieses Thema intensiv diskutiert und mit Unterstützung aller anwesenden Mitglieder wurde beschlossen, den maroden und eher abstoßenden Spielplatz grundlegend zu erneuern. Durch Geldspenden und freiwilligen Arbeitsstunden entstand in ca. 2 Jahren ein schöner und für Kinder einladender Spielplatz.
    Eine Doppelschaukel, ein Kletterturm mit Spielhaus, ein Kletternetz natürlich auch eine Rutsche vom Spielhaus und ein großer 6-eckiger Sandkasten. Für große gibt es eine Tischtennisplatte aus Stein.
    Im Jahr 2012 haben wir den Hit mit einem im Boden versenkten Trampolin Ý 3,5 m gelandet.
    Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir über 1/3 der Pächter mit min. einem Kind, Tendenz steigend!
    Von den Kindern, die sehr gerne ihre Großeltern im Garten besuchen, ganz zu schweigen.
    Viel Glück und gute Argumente bei der Überzeugungsarbeit!

    Luke

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