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Mehrere hundert Millionen Tonnen Kartoffeln werden jedes Jahr weltweit angebaut und geerntet. Wie man Saatkartoffeln richtig aussät zeigt der Kleingärtner Bernd Michaelis in unserem Video.

Kaum zu glauben, aber als die Kartoffel ihren Siegeszug aus den Anden, dem westlichen Venezuela und der Insel Chiloé nach Europa antrat, war sie weniger als Lebensmittel, sondern wegen ihrer schönen Blüte als Zierpflanze beliebt. Heute wird vor allem die Knolle gegessen. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO betrug im Jahr 2005 die Weltproduktion 322 Millionen Tonnen Kartoffeln.

Saatkartoffeln richtig anbauen:

  • Vorbereitung des Ackers: Pflügen entweder im vorhergehenden Herbst, um vor allem bei schweren Böden den Effekt der Frostgare auszunutzen, oder im Frühjahr.
  • Wer die Kartoffeln früh, also schon ab Anfang April, ins Beet bringen will, der sollte beim Umgraben im Herbst gleich etwas organischen Dünger mit einbringen.
  • Falls man im Herbst gepflegt hat: im Frühjahr nochmals eine lockernde Bodenbearbeitung durch nichtwendende Geräte auf rund 15 cm Tiefe. Das Pflanzbett sollte abgesetzt, feinkrümelig, klutenfrei und trocken sein. Kartofflen mögen einen lockeren Boden mit einem PH-Wert von 5,5-6,0
  • Die Bodentemperatur sollte auch bei frühen Kartoffelsorten mindestens 8 Grad betragen!
  • Kartoffeln rund zwei Monate vor der Pflanzung vorgekeimt, um einen frühen Reihenschluß sicherzustellen. Vorgekeimte Kartoffeln bringen höhere Erträge und wachsen später im Beet schneller.

Kartoffel säen und anbauenDer Boden sollte einen guten Luft-, Wasser- und Wärmeaustausch ermöglichen. Flache, große und zusammenhängende Flächen mit feinen, sandigen Böden ohne Steine eignen sich besonders für den Kartoffelanbau.

Arbeitsschritte beim Anbauen der Pflanzkartoffeln:

  • werden etwa 10 Zentimeter tiefe Pflanzlöcher ausgehoben,
  • etwas angereicherte Erde darin hineingestreut,
  • mit Wasser angefeuchtet,
  • die vorgekeimten Kartoffeln hineingelegt,
  • diese wieder mit Erde bedeckt und das Beet geharkt.

Wenn die Triebe dann aus dem Boden kommen und ca. 10 cm lang sind, dann sollten sie anhäufeln und damit einen kleinen Damm erzeugen. Das können sie zwei oder drei Mal während der Wachstumsphase machen, denn damit bleiben die Kartoffelkeimlinge schön warm und können nicht so schnell austrocknen.

Häufig sind die Böden bei uns schon vor dem Anbauen ausreichend mit Phosphat versorgt, darum sollten sie nur Stickstoff, Kalium und Magensium-Dünger verwenden, und auch das nur zurückhaltend. Am besten gedüngt wird schon bald nach dem Keimen, weil in der Wachstumsphase die meisten Nährstoffe gebraucht werden.

Je nach Kartoffelsorte kann dann schon ab Juni geerntet werden, sehr früh angebaute Sorten können bei noch grünem Kraut geerntet werden, ansonsten sollten sie erste ernten, wenn das Kraut anfängt zu vertrocknen.


doit-tv Tipp

  • Richtig kompostieren mit einem Komposter – das Anleitungsvideo.

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Beitragsserien: Kleingaertner

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